Pädagogisches Konzept


Bedürfnisorientierung

Alle Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse. Kinder unter 3 Jahren können diese erkennen, jedoch nicht immer ausreichend beschreiben. Durch Beobachten, aktives Zuhören und ständige Selbstreflexion gelingt es mir, sie zu verstehen. Eine klare Kommunikation mit den Kindern ermöglicht ihnen, immer besser ihre Gefühle und Bedürfnisse zu verbalisieren.


Spielen, Lernen und Selbständigkeit

In der Pädagogik von Emmi Pikler, einer ungarischen Kinderärztin, passen sich die Erzieher an die Bedürfnisse und Handlungen der Kinder an, um Ihre intrinsische Motivation im Lernprozess nicht zu unterbrechen bzw. zu bremsen. Die Pikler-Pädagogie fördert eine ungestörte Entfaltung der Kinder. Die Kinder schlafen zum Beispiel, wenn sie schlafen möchten. Dies kann von Tag zu Tag zu anderen Uhrzeiten sein.


Der französische Pädagoge Celestin Freinet stellte fest, dass die Menschen durch ihre eigenen Erfahrungen am besten lernen. Für die Kinder ist Spielen gleich Lernen und Erfahren. Es kann überall und jederzeit stattfinden: zum Beispiel beim Essen, beim Händewaschen, im Spielraum und vieles mehr. Dadurch können sie unter anderem ihre Fantasie, ihre Kreativität, ihre Motorik, ihre Sozialkompetenzen und ihre Sprachfähigkeit voll entfalten.

Wenn sie zum Beispiel den Tisch decken, mit mir kochen oder aufräumen, üben die Kinder Tätigkeiten des Alltags aus und beherrschen diese in kurzer Zeit. Weiterhin sind sie damit aktiver Teil in unserem Zusammenleben und fühlen sich als Mensch wertgeschätzt. Sie werden dabei, bei Bedarf, von mir unterstützt.


Die Pädagogin und italienische Ärztin Maria Montessori platzierte das Kind als Hauptperson für die Zukunft der Gesellschaft. Unter den Begriff "Erziehung" forderte sie die Begleitung und Unterstützung der Kinder bei ihrer natürlichen und eigenen Entwicklung. Damit die Kinder ihre vollen Potenziale entfalten können, spielt die vorbereitete Umgebung eine wesentliche Rolle.

 

Damit die Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen, müssen wir als Erwachsene ihnen zutrauen, neue Herausforderungen allein anzugehen und ihre Erlebnisse nicht unterbrechen.
Kinder können zum Beispiel durch Kreativität und Kooperationsbereitschaft selber Konflikten lösen. Durch solche Erfahrungen wird das Selbstwirksamkeitsgefühl und Selbstvertrauen gestärkt, welche die Basis für die Entwicklung eines Kindes darstellen.


Ohne Strafe, ohne Belohnung

Die Kinder werden in meiner Tagespflege weder bestraft noch belohnt.

Strafe und Belohnung sind in meinen Augen Erziehungsmittel, um die Entwicklung eines Kindes an die Erwartung der Erwachsenen anzupassen.

 

Was passiert im Kopf eines Kindes, welches bestraft wird? Es fühlt sich gedemütigt und unsicher. Eine Strafe zerstört die vertrauensvolle Bindung zu dem Kind und kann sein Selbstvertrauen zerstören. Seine Entwicklung wird dadurch gebremst.
Wenn ein Kind Regeln nicht einhalten möchte, gibt es einen Grund. Die Rolle der Erwachsenen ist es dem Kind zu helfen, die Ursache für sein Verhalten zu finden, es zu verbalisieren und eventuell einen Kompromiss zu finden.

 

Auf der anderen Seite steht die Belohnung. Jedes Kind sollte Dinge für seine eigene Zufriedenheit tun und nicht um die Belohnung und Anerkennung der Eltern und Bezugspersonen zu erhalten.

 

Damit die Kinder in meiner Tagespflege weiterhin ihrer innerlichen Motivation zuhören und ihren persönlichen Lernprozessen folgen, zeige ich Zuneigung und volle Aufmerksamkeit. Ich beurteile nicht das Verhalten der Kinder. Ich beschreibe, was ich sehe und wie andere oder ich mich eventuell fühlen.


Kontakt

Judith Aurand

Tel. 0176 8213 8267

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